Sechs Wochen mit ein paar halben und ganzen Arbeitstagen im Garten später:
Beim Weg zum Häusl werde ich gerade von Chinaschilf auf Plastikfolie ausgebremst. Ursprünglich hätte es ruhig bleiben dürfen, aber mit der Temperatur nimmt auch der Giersch zu. Er steckt halt im Schilfhorst. So wird nun Platz für einen Wasserdorst und mehrere Blutweiterdiche (in Anzucht). Kommende Woche sollten zwei Packete eintrudeln: Waldsegge und Lunaria rediviva sowie ein Buschbaum "Granny Smith". Nach letzterem fragt Söhnchen in letzter Zeit. Es ist so schwer, etwas in ihn hineinzubekommen, was einmal Blätter hatte - Kartoffeln ausgenommen. Das Bäumchen kommt etwa dort zu stehen, wo der Spaten steckt.
Auf den einzelnen Rasengitterstein ganz vorn kommt eine Zinkwanne aus dem großen Garten. Ihr Boden ist defekt = bestes Magerbeet. Ich lernte auch schon ein nettes Gärtnerpaar kennen. Wir tauschten bereits Pflanzen und Saatgut, sodass ich jetzt Polsterglockenblumen für die Wanne habe.
Sie fragte mich, ob ich Landschaftsgestalterin sei.

Die Ertragszone läuft gar nicht. Vom Spinat, den ich Ende Februar säte, ist nichts zu sehen. Er soll gemäß der Reihenmischkultur die Beetflächen und später die Wege markieren. Das macht die Neuaussaat schwierig. Einzig die Zwiebeln gedeihen, die Wurzelpetersilie, die Möhren, Radieschen, Zuckererbsen nicht.
Vorgestern entließ ich den mühsam vorgezogenen Brokkoli in die Freiheit. Der Frost in der Nacht darauf ließ nicht viel übrig.
Der Garten/ Die Kleingartenanlage liegt in einer Frostsenke. Das wird eine lange Lernzeit, außer ich nehme mir den phänologischen Kalender wieder vor.
Die Wiese ist wieder begehbar. Ein befreundeter Elektriker versorgte uns mit einem neuen Zähler sowie Sicherungskasten und einer Steckdose. Er empfahl uns, die vorhandene Elektrik nicht in Betrieb zu nehmen. Für den Häcksler und die Stichsäge reicht es. So konnte ich hier ein wenig Ordnung machen und Material für einen Käferkeller gewinnen.
