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Re: Hortus arvicolae

Verfasst: Mo 27. Apr 2026, 19:56
von tree12
Hackt noch nicht immer so auf dem armen Vinca minor herum.... :D

Es hat viel Nektar, ernährt Bienen, Hummeln, Wollschweber und Schmetterlinge.

https://www.naturadb.de/pflanzen/vinca-minor/

Ok, es neigt zum Wuchern, es ist nicht sonderlich hübsch, gefühlt jeder zweite Gartenbesitzer hat es, aber: es wächst dort, wo sonst oft nix wächst. So richtig mag ich es auch nicht, doch es wächst bei mir im Vollschatten mit Wurzeldruck, sogar ohne Kalk im Boden, es blüht sogar. Im Sommer ist der Standort absolut trocken, im harten Lehm. Wäre nicht das Vinca minor, das jetzt ca. 2 qm einnimmt, würden diese 2 qm rein gar niemanden ernähren.

Mein Fazit: es hat seine Daseinsberechtigung an Extremstandorten im Garten. Man muß es ja nicht angucken... :lol

Re: Hortus arvicolae

Verfasst: Mo 27. Apr 2026, 21:31
von Dorfgaertner
tree12 hat geschrieben: Mo 27. Apr 2026, 19:56 Hackt noch nicht immer so auf dem armen Vinca minor herum.... :D
:D
Ja, stimmt schon, an der richtigen Stelle ist es ok und blüht auch nett. Aber es wuchert halt wirklich überall... Wie du ja auch sagst, kann es gut im Vollschatten stehen – aber bei uns stand es vollsonnig und wucherte trotzdem. In sonnigen Jahren bekam es dann braune Flecken auf den Blättern (Sonnenbrand mutmaßlich, oder vlt. Trockenstreß), sah dann also auch nicht mehr unbedingt schön aus, und wucherte trotzdem unbeirrt weiter. Um es wirklich an einem Platz zu halten, braucht es quasi kontinuierliche Überwachung. Und dieser Hangbeetstreifen ist zudem wirklich nicht so toll begehbar.

Nicht unerwähnt lassen kann ich da außerdem die Fähigkeit, aus Wurzelresten wieder auszutreiben... Ich gehe also stark davon aus, daß ich im Laufe des Jahres noch mehrfach Vincas aus der Beetfläche werde ausgraben müssen... Und in dem Wollziest, der noch von der alten/ersten Bepflanzung übrig ist und der nur noch auf dem Steinsims zur Straße hin wächst (s.o., zweites Bild ganz rechts in der Ecke) hat sich außerdem auch Vinca reingezeckt – den konnte ich da aber nicht ordentlich rausbekommen, ohne den Wollziest kaputtzumachen. [Hier würde jetzt ein Cartoon-Smiley passen, der sich lachend mit dem Hammer auf den eigenen Kopf haut... ;)] D.h., ich werde mutmaßlich die nächsten zwei Jahre (oder mehr) alle 14 Tage einen Kontrollgang machen müssen, um die neuen Austriebe abzupflücken und zu hoffen, daß die Pflanze irgendwann aufgibt....

Re: Hortus arvicolae

Verfasst: Di 28. Apr 2026, 16:18
von Ann1981
Solche regelmäßigen Pflegestellen habe ich auch. Ich bin gespannt, wie lange Mahonie die Prozedur mitmacht.

Im Kleingarten sammelte ich das Schöllkraut ein um damit zu mulchen. Du findest sicher auch irgendwo eine kreislauffähige Pflanze.

Re: Hortus arvicolae

Verfasst: So 3. Mai 2026, 14:58
von Dorfgaertner
Ich hatte ja vor fast genau einem Jahr den Plan verkündet, Rainfarn hier anzusiedeln und hatte dann aber keine Updates mehr gegeben.

Also, das Saatgut kam an, keimte gut, und ging dann ein (normale Anzuchterde). Dieses Jahr habe ich es in Kokossubstrat versucht, das gleiche Spiel... :| Ich weiß auch nicht, was ich falsch mache... :? :ka

Jedenfalls habe ich mich dann vor ein paar Wochen entschieden, den einfach im Topf zu kaufen, und hab das dann bei Gaißmayer gemacht. Die hatten noch ein, zwei andere Pflanzen, die ich noch "brauchte" (haben wollte ;)), das passte also gut.
Dort sah ich zufällig, daß die auch das Schmalblättr. Weidenröschen haben, mit dem ich auch kein Aussaat-Glück hatte. Leider nur in weiß... hab dann zwei davon bestellt und mir gedacht, daß wenn die sich etablieren, sie früher oder später sicher in die eigentliche Blütenfarbe umschlagen. Tja, und ein paar Tage später habe ich dann noch woanders doch die Wildform nachbestellt :D :tuete

Es sind drei Rainfarne und zwei weiße Weidenröschen (auf die Wildform (3 Stück) warte ich noch). Alles kommt in den "neuen" Gartenbereich ganz hinten, wo ich am liebsten eine Hochstaudenflur vor den Gehölzen hätte. Derzeit pflanze ich noch eher zwischen oder leicht vor die "Hecke", da da noch viel Platz ist. Ich nehme an, daß die Pflanzen im Laufe der Jahre dem Licht hinterherwachsen; zudem wird dort der Hang etwas steiler und ich hoffe, daß die Pflanzen sich dann quasi den Hang runter Richtung Süden von alleine aussäen.

Da die Schnecken sich über dort im Schatten gepflanztes Lungenkraut hergemacht haben, was ich bislang als völlig schneckenresistent wahrgenommen hatte, sind die Pflanzen erstmal mit einem Schneckenkragen ausgestattet, bis sie etwas größer werden...

Rainfarn:
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Weidenröschen:
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Die neu gepflanzte Alpen-Johannisbeere (die durchaus nicht nur in den Alpen vorkommt) hat ihre Miniatur-Blüten geöffnet:
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Und die wilde Stachelbeere blüht auch:
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