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Re: [Weg 02/26] Mein Garten - meine Auszeit

Verfasst: Do 9. Apr 2026, 23:42
von Dorfgaertner
Alma hat geschrieben: Do 9. Apr 2026, 21:37 Vielleicht ist es mit dem Kreuzdorn ähnlich wie mit der frühen Traubenkirsche Prunus padus.
Wenn diese im feuchten Auewald steht wuchert sie wie verrückt und macht Wurzelschößlinge noch und nöcher.
Hier auf dem trockenen Sandboden wird sie einfach nur ein Baum.
Ich habe beide Sträucher und sie wuchern beide nicht.
Spannend... Das würde auf jeden Fall Sinn ergeben – wenns naß genug ist, kann die "Mutterpflanze" die Konkurrenz von den Schößlingen verkraften. Wenn nicht, ist Vermehrung über Samen, die potentiell weiter weg landen und aufgehen, besser. Ich werde auf jeden Fall beobachten, wie sich die Kreuzdorne weiterentwickeln.

Re: [Weg 02/26] Mein Garten - meine Auszeit

Verfasst: So 12. Apr 2026, 17:41
von Ann1981
Den Kirschlorbeer kannst du loswerden, wie ich es bei der Beseitigung einer Weide beschrieb: Neuaustriebe regelmäßig entfernen.
Thujen treiben nicht neu aus - also einmalig kappen. Nur der Bambus ist wirklich unerfreulich.

Re: [Weg 02/26] Mein Garten - meine Auszeit

Verfasst: Do 16. Apr 2026, 21:26
von Miri
Vielen Dank für eure Erfahrungsberichte und Tipps!

Ich habe das nun tatsächlich auf mehreren Homepages gelesen, dass der Kreuzdorn Ausläufer bildet. Aber ja, welche optimalen Voraussetzungen er dafür braucht, weiß man natürlich nicht - und erst recht nicht, wie er sich dann im eigenen Garten verhält! Ich drücke dir, Dorfgärtner, die Daumen, dass deine schön brav bleiben!

Für Neuanpflanzungen macht es doch aber Sinn, die Wurzeln weitgehend aus dem Boden zu entfernen, oder? Bei der Thuja mag das ja noch gehen, die sind ja sehr fein und oberflächlich, die werden vermutlich schnell zersetzt und können von neuen Sträuchern gut durchwachsen werden. Aber der Kirschlorbeer hat ja auch im Boden ordentlich Masse! Und wenn der erstmal hartnäckig wieder austreibt, bleiben die Wurzeln ja auch noch in Saft und Kraft. :?

Re: [Weg 02/26] Mein Garten - meine Auszeit

Verfasst: Fr 17. Apr 2026, 19:58
von Alma
Auch vor dem Ausgraben eines 7 Jahre alten Kirschlorbeers hätte ich keine Angst. Nur die Masse ist etwas arbeitsintensiv...
Mann muss die Herzwurzel ausgraben beim Kirschlorbeer.
Dickere (ab 4-5cm) oberflächlich liegende Wurzeln treiben wieder aus. Dünnere und tiefer liegende Wurzeln nicht

Re: [Weg 02/26] Mein Garten - meine Auszeit

Verfasst: Mo 20. Apr 2026, 14:17
von Miri
Danke für das Wissen, Alma, das hilft weiter! :-)

Re: [Weg 02/26] Mein Garten - meine Auszeit

Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 21:04
von Miri
So, es ist mal wieder Zeit für eine Fortsetzung meines Gartenberichts, wir befinden uns nun im Jahr

2022

Ich baute aus Holzresten ein Vogelfutterhäuschen und legte einen festen Futterplatz an.

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Ich erweiterte die Ertragszone ein weiteres Mal, zog nun auf die gegenüberliegende Seite, direkt am Haus. Vorher war dort Rasen.

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Wir bauten für unsere Tochter ein Spielhäuschen und hortelten weiter Feldsteine.

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Ich legte vor der Thuja Hecke der Nachbarn einen schmalen Beetstreifen an und säte eine Blumenmischung aus.

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Re: [Weg 02/26] Mein Garten - meine Auszeit

Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 21:22
von Miri
Und ich legte ein weiteres Beet in der hinteren linken Gartenecke an (von der Terrasse aus gesehen, auf dem Winter-Übersichtsbild weiter oben sieht man es gut), um dort einen Strauch zu pflanzen.

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In den ersten Jahren fand ich es unfassbar und echt traurig, wie wenig Vögel es bei uns gab. Ich kam aus der Hamburger Innenstadt und war mega irritiert, warum es hier mitten auf dem Land viel weniger Vögel gab als in der Millionenstadt. Eigentlich aber ja total logisch – unser Grundstück liegt mitten in einem großen Neubaugebiet. Um uns herum und ja auch bei uns im Garten gab (und gibt) es keine großen Bäume, keine dichten Sträucher und kaum Nahrung.
Als ich diese Erkenntnis hatte, wollte ich etwas ändern und einen großen beerentragenden Strauch bei uns pflanzen. Ich habe viel im Internet zu „Vogel – Sträuchern“ gelesen und hin und her überlegt. Da meine Tochter munter den Garten erkundete, sollte der Strauch keine Dornen haben und auch nicht (gefährlich) giftig sein (jaja, Kirschlorbeer … ich weiß … mittlerweile…).
Meine Wahl fiel auf einen schwarzen Holunder. Überall las ich, dass Holunder super schnellwüchsig und anspruchslos ist. Super, genau das, was ich wollte! Also pflanzte ich ihn strategisch günstig in die Ecke, wo die Straßenlaterne steht und unseren Garten nachts taghell erleuchtet. Auch die Erkenntnis hatte ich damals schon, dass das irgendwie nicht so richtig toll sein kann für all die nachtaktiven Tiere. Also wollte ich gleich zwei ökologische Probleme damit lösen und uns etwas mehr Dunkelheit im Garten verschaffen.
Tja, und seitdem warte ich darauf, dass der Holunder endlich mal das tut, was ihm alle bescheinigen: zu wuchern! Er sieht sehr gesund aus, trägt jedes Jahr Blüten und Beeren und ist durchaus in die Breite gewachsen – aber die Höhe lässt noch immer auf sich warten! Ich gestehe, das frustriert mich etwas! Ich könnte mittlerweile einen ökologisch super wichtigen, dichtgewachsenen 4-5 Meter hohen Strauch bei mir stehen haben, jedes Jahr massig Holunderblütensirup einkochen und hätte trotzdem noch genug Beeren für die Vögel dran – aber nein, er will nicht! Ich habe mich jedes Jahr getröstet mit „der muss erstmal anwachsen“, „erstmal wachsen die Wurzeln“, „nächstes Jahr legt er bestimmt zu“ – aber mich verlässt die Hoffnung und ich überlege nun, einen zweiten Holunder daneben zu pflanzen. Rausnehmen möchte ich ihn auch nicht, er ist ja gesund…
So sieht er aktuell aus, etwa 4 Jahre nach Pflanzung, geschätzte Höhe 150 - 160 cm:

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Vielleicht ist das Problem auch hausgemacht – ich habe den Holunder anfangs beschnitten – für einen verzweigteren Wuchs / Erziehungsschnitt / macht man halt so… würde ich jetzt auch nicht mehr machen. 😉
Nun gut, etwas Gutes hatte der Plan aber dennoch: es entstand zwischen Holunder, Thujahecke der Nachbarn und unserer Kirschlorbeerhecke eine ungenutze Ecke und ich begann, dort einen Asthaufen anzulegen. Mein nächstes Naturmodul war geboren und wurde in den folgenden Jahren stetig gefüttert! So sieht die Ecke jetzt aus, rundum bewachsen mit Walderdbeeren.

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