Irgendwie befremdlich bis kurz vor Ende, vorher scheint vieles durcheinandergewürfelt zu werden. Das Gespräch sollte lieber nochmal mit zusätzlich anwesenden Leuten vom Fach wiederholt werden, schließlich gibt es wirklich sehr wichtige Kritik an den UrsprungsGebieten & den Regeln bzw. der praktischen Folgen der aktuellen Umsetzung - aber doch nicht so wirr.
Zusammenhänge, die da genannt werden, kann ich teils zumindest nicht nachvollziehen... Floraweb zeigt Kartierungsdaten ganzer Arten(Gruppen), was hat das mit den (doch eher geografisch/kleinklimatisch bedingten) UrsprungsGebieten einzelner angenommener Sippen zu tun? Das ist eine andere Karte sowie eine andere Ebene. Und was hat irgendetwas davon mit Privatgärten zu tun außer eine grobe Orientierung zum Erfolgsquotienten zu bieten?
Bei 'einheimisch = mitteleuropäisch' bin ich im Gartenkontext voll bei ihm, in der freien Landschafts wäre es stellenweise interessant aber extrem verschwenderisch. Da ist Klima und Boden nämlich in Teilen wirklich unterschiedlich genug. Bodensee, Harz Vorland und Nordöstliche Tiefebene sind definitiv andere Hausnummern was Wuchsstärke von Arten und wahrscheinlich auch Sippen anbelangt.
Beim Beispiel Wiese säen geht's wohl um nicht gewährte Fördergelder / Artenfilter Probleme? Das ist nachvollziehbar ein Ärgernis.
Wenn man nachhaltige Etablierung in der freien Landschaft möchte, scheint es mir logisch, möglichst die Populationen zu nehmen, die an die Gegebenheiten bestmöglichst angepasst sind. Ich finde es eigentlich auch gut, dass endlich die genetische Vielfalt innerhalb einer Art, wenn auch nur minimalst und auf gut Glück, ein klein wenig mitberücksichtigt wird. Aber wo Perfektionismus hinderlich wird ist sein Zwiebelschal Modell ein guter Kompromiss.
Aber wie schon im Video gesagt, kommt eben ganz drauf an, was man möchte. Wenn Pflanzen nur Mittel zum Zweck 'Masse Wildbiene, Falter und Käfer' sind, ist es schon zu kompliziert gedacht, wenn man den Biodiversitätsbegriff auch unter der Art-Ebene ernst nimmt und die genetische Vielfalt innerhalb einer Pflanzenart um ihrer selbst Willen (und eventuelle, extrem eng angebundene Organismen), dann noch viel zu einfach. Bin ja selbst auch in der 'Hauptsache LieblingsTierchen' Fraktion.
Per Definition schließt Biodiversität jedoch nun mal genetische Diversität sowie auch Pflanzen um ihrer selbst Willen ein

Wäre mal interessiert daran, wie er/ihr andersherum im großen Stil vermehrte und verschickte Wildbienen oder Schmetterlinge seht bzw. sehen würdet, wenn's auch seltenere Arten umfassen würde.
Jedoch wie Anfangs gesagt, genug zu kritisieren gibt es!
Zum Thema §40 Kritik finde ich (für Geduldige) das Video hier auch ganz gut, obwohl dort Naturschutz-Perspektive nicht Hauptthema ist und nur hier und da am Rande angesprochen wird: